Ein Buch über Mut, Selbstwert, Aufbruch und die Freiheit, die in uns wartet
– von Thorsten Lux.
»Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.«
So beginnt Kafkas „Die Verwandlung“ – mit Ekel, Isolation und einem Menschen, der sich selbst und seiner Familie zur Last wird. „Fliegen“ beginnt mit demselben Satzbau, demselben Erwachen – und schlägt dann einen anderen Weg ein.
Auch dieser Erzähler wacht eines Morgens verwandelt auf: hilflos, schmerzend, unfähig, sich zu bewegen. Auch er trägt einen Körper, den er nicht gewählt hat – zu dick der Bauch, zu dünn die Beine, zu grünlich das Gesicht, wie ihm andere schon lange sagen und wie er es längst selbst glaubt. Doch wo Gregor Samsa sich zunehmend von der Welt abschließt, bricht dieser Erzähler in sie auf.
Diese Parabel lädt den Leser ein, das Fliegen neu zu lernen – nicht mit Flügeln, sondern mit Gedanken. Auf seiner Reise begegnet der Erzähler Wesen, die zugleich wundersam und vertraut wirken: Spiegel menschlicher Eigenheiten, Lehrmeister des Alltäglichen.
Einem Regenwurm, der ihm das Denken ohne Prahlerei zeigt.
Einem Biber, der Verantwortung ohne Härte lebt.
Einer Spinne, die Angst kennt, aber keine Einsicht.
Einer Wespe, deren Stacheln ein verletztes Herz verteidigen.
Einem Käfer, der Lebensfreude ohne Naivität vorlebt.
Einer Ratte mit schonungsloser Klarheit.
Und einer Schmetterlingin, die ihm zeigt, was Vertrauen ohne Kontrolle bedeuten kann.
In der Begegnung mit ihnen wächst ein stilles Verstehen – über Angst und Mut, über Selbstzweifel und Zuversicht, über die Kunst, sich selbst nicht länger zu verstecken. Jede dieser Begegnungen hinterlässt eine Spur – bis der entscheidende Moment nicht der erste Flug ist, sondern ein einziger, stiller Gedanke, den sich der Erzähler zum ersten Mal selbst zugesteht: Von wegen zu grünlich.
„Fliegen“ ist die andere Verwandlung – nicht die Geschichte eines Menschen, der sich in ein Insekt verwandelt und daran zerbricht, sondern eines Wesens, das sich selbst verwandelt, indem es aufhört, sich mit fremden Augen zu sehen. Er lernt fliegen nicht, um wegzukommen, sondern um anzukommen.
Im Anschluss an die Erzählung porträtiert das Buch jede der Figuren, denen der Erzähler begegnet, noch einmal für sich – als eigenständige Charakterstudien, die zeigen, wie viel jede einzelne Begegnung tatsächlich in sich trägt.
Ein poetisches Gleichnis über Wandel, Wahrhaftigkeit und die leise Freiheit, die in jedem Neubeginn wohnt.
Fliegen – eine andere Verwandlung.
Da ist noch mehr Himmel zum Fliegen.
Begleite den Erzähler – wage den Flug!

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Fliegen – Eine andere Verwandlung ist im Buchhandel erhältlich.
Paperback · 9,99 €
ISBN 978-3-6951-1643-0

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