Pädagogisches Arbeitsblatt

(Für Lernende ab ca. 10–16 Jahren, flexibel einsetzbar)

Thema: Was braucht ein Mensch, um „fliegen“ zu können?
Material: Fliegen – Eine andere Verwandlung von Thorsten Lux

  1. Beobachtungsaufgabe
    Lies die Anfangsszene, in der die Hauptfigur aufwacht und sich nicht bewegen kann.
    Beschreibe, welche Gefühle sie hat: Angst, Orientierungslosigkeit, Schmerz, Hilflosigkeit


Was könnte das im übertragenen Sinne bedeuten?

  1. Figuren-Denkaufgabe
    Ordne jeder Tierfigur ein Thema zu:
    Regenwurm – ? (S. 39–43)

Biber – ? (S. 48–54)

Spinne – ? (S. 57–60)

Wespe – ? (S. 65–73)

Mistkäfer – ? (S. 78–85)

Ratte – ? (S. 91–96)

Ergänze zu jedem Tier: Wofür steht diese Figur im echten Leben?

  1. Mut-Moment finden
    Markiere die Stelle, in der der Schmetterling das erste Mal erkennt, dass er schön ist und selbst fliegen kann (S. 25–27)


Erkläre: Warum ist diese Erkenntnis wichtiger als das Fliegen selbst?

  1. Ich-Aufgabe
    Schreib drei Sätze, in denen du dich selbst stärkst – so wie der Schmetterling es lernt (z. B. „Ich darf …“).
  2. Kreativaufgabe
    Zeichne deinen eigenen Schmetterling. Welche Farben und Muster stehen für deine Stärken?

Diskussionsfragen

(für Unterricht, Jugendgruppen oder Therapiegespräche)

• Warum hat der Protagonist so große Angst vor Veränderung? Welche realen Ängste spiegeln sich darin? (S. 10–14)


• Die Schmetterlingin sagt: „Willst du dein Leben lang darunter leiden, dass du eine Raupe warst?“ (S. 25)


Ist es wichtig, die Vergangenheit hinter sich zu lassen – oder daraus Kraft zu ziehen?
• Was macht die Begegnung mit der Spinne so belastend? Wie wirkt destruktive Wut auf andere? (S. 57–60)


• Die Wespe meint: „Aggression bewahrt uns vor Depression.“ (S. 66–68)


Ist Aggression manchmal ein Schutzmechanismus? Wo endet Selbstschutz und wo beginnt Verletzung anderer?
• Was bedeutet es, dass der Mistkäfer „Ordnung hält“ und trotzdem glücklich ist? (S. 83–85)


• Der Schmetterling möchte anderen Mut machen – aber hat selbst noch Zweifel. Kann man anderen helfen, während man selbst kämpft?
• Das Ende spricht direkt den Leser an und übergibt die Verantwortung: „Dein Schmetterling wartet.“ (S. 109)


Welche Wirkung hat diese Perspektivverschiebung?

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