Szene 1 – Aufwachen
Der Schmetterling liegt eingerollt auf dem Boden.
Schmetterling:
Was ist mit mir passiert? Nichts fühlt sich mehr richtig an… Meine Beine gehorchen nicht… Hilfe!
(Er versucht, sich zu bewegen – scheitert. Angst sichtbar spielen.)
Schmetterling:
Ich… ich will nur wieder ich sein!
Lichtwechsel → Sonnenstrahlen (Schüler*innen mit Taschenlampen).
Szene 2 – Die Schmetterlingin erscheint
Schmetterlingin tritt ruhig aus dem Hintergrund.
Schmetterlingin:
Atme. Du bist nicht verloren. Du bist verwandelt.
Du bist ein Schmetterling — und das macht Angst.
Aber Angst kommt vor Mut.
Willst du’s versuchen?
Sie hilft, Flügel anzulegen. Publikum sieht die Veränderung.
Schmetterling:
Ich… schön? Wirklich?
Schmetterlingin (lächelnd):
Von wegen zu grünlich.
Los — kleine Bewegung. Einer muss der erste Flügelschlag sein.
Szene 3 – Regenwurm
Der Regenwurm taucht auf, grübelt.
Regenwurm:
Weißt du… man muss manchmal tief unten sein,
um oben Licht zu sehen.
Schmetterling:
Und wenn ich alles falsch mache?
Regenwurm:
Dann hast du etwas gelernt.
Pech nur, wenn man sich nie traut.
Szene 4 – Biber
Der Biber schleppt Stöcke oder Papierrollen.
Biber:
Nichts bleibt von selbst stehen!
Du willst fliegen?
Dann bau dir ein Stück Welt, in der du landen kannst.
Schmetterling (überfordert, aber dankbar):
Ich probiere es.
Szene 5 – Wespe
Energisch, laut — aber verletzlich.
Wespe:
Kommt jemand zu nahe — pieks!
Nicht weil ich stark bin…
sondern weil’s weniger weh tut.
Schmetterling:
Vielleicht… musst du nicht immer stechen.
Wespe (kurzes Innehalten):
Vielleicht.
Szene 6 – Ratte
Locker, selbstbewusst.
Ratte:
Die Frage ist nicht: „Warum bin ich anders?“
Die Frage ist: „Was kann ich damit anfangen?“
Schönheit? Praktisch! Und wenn nicht — auch egal.
Überleben ist Style!
Schmetterling (nickt, lacht):
Vielleicht kann ich mehr…
als ich mir selber zutraue.
Szene 7 – Ich kann fliegen!
Alle Tiere schauen zu. Die Schmetterlingin nickt ermutigend.
Schmetterling (laut, glücklich):
Ich darf das!
Ich werde fliegen — für mich!
Er flattert über die Bühne, andere Tiere machen Wind-Geräusche.
Kurz Chaos, aber fröhlich-chaotisch.
Szene 8 – Das Publikum wird Teil der Geschichte
Schmetterlingin:
Dann sieh hin, wer du geworden bist.
Schau denen ins Gesicht, die du einst Raupe nanntest.
Der Schmetterling wendet sich ans Publikum.
Schmetterling:
Und du?
Bist du noch Raupe…
oder schon Schmetterling?
Licht auf Publikum — Stille.
Schlussbild
Alle Tiere umarmen den Schmetterling in der Mitte.
Sie heben gemeinsam Flügel oder Blumen.
Die Botschaft schwebt förmlich im Raum:
„Wer sich traut, sich zu zeigen,
wird irgendwann gesehen.“
Verbeugung mit Flügeln — Applaus genießen!
Pädagogischer Hinweis
Dieses Stück eignet sich besonders…
• zur Stärkung von Selbstwert
• für Präsentationen bei Elternabenden / Kulturabenden
• für Theater-AGs & Sozialkompetenztraining
Mit minimalen Requisiten und viel Fantasie entsteht eine starke Wirkung.
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