Was passiert, wenn alles funktioniert? Wann wird Verbesserung zum Selbstzweck? Wird der Weg wichtiger als das Ziel? Was geht verloren, wenn nichts mehr fehlt? Kann Perfektion überhaupt ein menschliches Ziel sein?
Ein System, das keine Fehler mehr kennt.
Eine Gesellschaft ohne Konflikte.
Beziehungen ohne Verletzung.
Ein Leben, in dem jede Entscheidung optimal ist.
Schritt für Schritt verschwindet, was einst notwendig war:
Zufall. Abweichung. Zweifel. Fehler. Reibung. Menschlichkeit.
Was bleibt, ist Stabilität.
Berechenbarkeit.
Kontrolle.
Und eine kaum merkliche Verschiebung:
Nicht mehr die Ziele sind entscheidend – sondern dass alles läuft.
In sieben gedanklichen Bewegungen entwirft Perfekt eine Welt, in der Fortschritt zum Selbstzweck wird, in der jede Verbesserung nur der Ausgangspunkt der nächsten ist,
und in der selbst die Frage nach dem Warum nicht mehr vorgesehen ist.
Alles ist richtig.
Alles ist effizient.
Alles ist … perfekt.
Oder?
